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Solar-Förderung Berlin – SolarPLUS der IBB im Überblick

Berlin bietet mit dem SolarPLUS-Förderprogramm der Investitionsbank Berlin (IBB) attraktive Zuschüsse für Photovoltaikanlagen, Stromspeicher und vorbereitende Maßnahmen wie Dachgutachten. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige zu den Förderbausteinen, der Antragstellung und den Voraussetzungen.

Was ist das SolarPLUS-Förderprogramm?

Das SolarPLUS-Programm wurde von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin initiiert. Es startete am 1. September 2022 und wurde seitdem mehrfach erweitert. Das Programm basiert auf dem vorherigen „EnergiespeicherPLUS"-Programm und konzentriert sich auf den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen und Solarstromspeichern. Die Investitionsbank Berlin (IBB) verwaltet die Förderung und bearbeitet alle Anträge.

Welche Fördermodule gibt es?

Das Programm umfasst mehrere Fördermodule, die einzeln oder in Kombination beantragt werden können:

  • Modul A1 – Dachgutachten:Bezuschussung der Gutachtenerstellung zur Prüfung der statischen Eignung des Daches. Privatpersonen erhalten bis zu 65 % der Kosten, maximal 5.000 Euro.
  • Modul A2 – Machbarkeitsstudie:Förderung der Studienerstellung zur wirtschaftlichen und technischen Bewertung einer PV-Anlage, bis zu 65 %, maximal 15.000 Euro.
  • Modul A3 – Zähler- und Messkonzepte: Zuschüsse für die Erstellung von Zähler- und Messkonzepten, insbesondere bei Mehrfamilienhäusern und Mieterstrom-Modellen.
  • Modul B – Stromspeicher: Förderung der Anschaffung von Batteriespeichern in Verbindung mit einer neuen oder bestehenden PV-Anlage.
  • Modul C – Balkonkraftwerke: Zuschüsse für steckerfertige Mini-Solaranlagen, insbesondere für Mieter.

Wer kann die Förderung beantragen?

Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Vereine und gemeinnützige Organisationen mit Sitz in Berlin. Für Unternehmen gelten je nach Größe unterschiedliche Fördersätze:

  • Privatpersonen:Bis zu 65 % der förderfähigen Kosten.
  • Kleine Unternehmen(unter 50 Mitarbeitende, max. 10 Mio. Euro Jahresumsatz): Bis zu 65 %.
  • Mittlere Unternehmen:Bis zu 55 %.
  • Große Unternehmen:Bis zu 45 %.

Wichtige Hinweise zur Antragstellung

Der wichtigste Punkt bei der Antragstellung: Sie dürfen mit den Arbeiten erst beginnen, nachdem die IBB schriftlich bestätigt hat, dass Ihr Antrag vollständig eingegangen ist. Bereits die Beauftragung eines Handwerksunternehmens oder die Unterzeichnung eines Liefervertrags gilt als Projektstart und kann zum Förderverlust führen.

  • Antrag vor Maßnahmenbeginn bei der IBB einreichen
  • Schriftliche Eingangsbestätigung der IBB abwarten
  • Erst dann Aufträge erteilen und Verträge unterschreiben
  • Verwendungsnachweise und Rechnungen nach Abschluss fristgerecht einreichen

Kombination mit anderen Förderprogrammen

Das SolarPLUS-Programm kann mit weiteren Fördermöglichkeiten kombiniert werden, um die Wirtschaftlichkeit Ihrer Solaranlage weiter zu verbessern:

  • KfW-Programm 270: Zinsgünstige Kredite für erneuerbare Energien über die Kreditanstalt für Wiederaufbau.
  • Einspeisevergütung nach EEG: Die gesetzliche Vergütung für ins Netz eingespeisten Solarstrom.
  • Steuerliche Vorteile: Seit 2023 entfällt die Mehrwertsteuer auf Solarmodule und wesentliche Komponenten.

Fazit

Das SolarPLUS-Programm der IBB Berlin bietet attraktive Zuschüsse, die den Einstieg in die Solarenergie erleichtern. In Kombination mit bundesweiten Förderungen und der Mehrwertsteuerbefreiung war es noch nie so wirtschaftlich, eine Solaranlage in Berlin zu installieren. Achten Sie unbedingt auf die richtige Reihenfolge bei der Antragstellung, um Ihren Förderanspruch nicht zu verlieren.

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