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§14a-Rechner: Welches Netzentgelt-Modul spart bei Wärmepumpe & Wallbox am meisten?

Postleitzahl eingeben, Verbrauch von Wärmepumpe und Wallbox eintragen – der Rechner vergleicht Modul 1, Modul 2 und Modul 1 + 3 mit den Preisblättern Ihres Netzbetreibers in Berlin & Brandenburg.

Zum Rechner

Seit 2024 fallen neue Wärmepumpen und Wallboxen über 4,2 kW unter § 14a EnWG: Der Netzbetreiber darf sie im Engpass auf 4,2 kW drosseln, dafür sinkt Ihr Netzentgelt. Wie viel, hängt vom gewählten Modul und vom Netzbetreiber ab – zwischen Berlin und der Lausitz liegen dabei mehr als 50 Prozent Unterschied. Ausführlich erklärt im Ratgeber §14a EnWG 2026.

§14a-Rechner: Welches Modul spart am meisten?

Echte Netzentgelte 2026 der Netzbetreiber in Berlin & Brandenburg · alle Beträge brutto pro Jahr

Steht auf Ihrer Stromrechnung unter „Netzbetreiber“.

Faustwert: Einfamilienhaus 3.500–7.000 kWh.

Faustwert: 15.000 km × 18 kWh/100 km ≈ 2.700 kWh.

Ohne Wärmepumpe und Wallbox, aus dem Netz bezogen.

Nur Modul 2: Messstelle + Grundgebühr des zweiten Tarifs, typisch 80–150 €.

Modul 1
Pauschale, kein zweiter Zähler
130 €
Ersparnis pro Jahr
Modul 2Empfehlung
60 % Rabatt, separater Zähler
201 €
Ersparnis pro Jahr
301 € Rabatt − 100 € Zähler
Modul 1 + 3
Pauschale + zeitvariabel, Smart Meter
105 €
Ersparnis pro Jahr
davon zeitvariabel −25 € (Schätzung)

Netzentgelt ohne §14a: 795 € pro Jahr (Durchschnitt Berlin/Brandenburg: 6,69 ct/kWh + 60 € Grundpreis).

Modul 2 schlägt Modul 1 ab etwa 5.800 kWh Geräteverbrauch pro Jahr (mit Ihren Zählerkosten).

Mittelwert (Median) aus neun Netzbetreibern in Berlin und Brandenburg – Ihr Netzbetreiber steht auf der Stromrechnung.

Modul 3 gilt nur im 1. und 4. Quartal: Hochtarif 10,47 ct, Niedertarif 2,32 ct je kWh. Die zeitvariable Wirkung ist eine Schätzung über typische Tagesprofile; ohne Steuerung kann sie auch negativ sein.

Wir installieren Wärmepumpe, Wallbox und Speicher, bauen den Zählerplatz für Modul 2 und melden alles beim Netzbetreiber an.

Beratung anfragen

Nur Netzentgelt (Preisblätter 2026, Niederspannung, inkl. 19 % USt.) – Energiepreis, Umlagen und Steuern ändern sich durch die Modulwahl nicht. Unverbindliche Orientierung, maßgeblich ist die Abrechnung Ihres Netzbetreibers.

So rechnet der Rechner

  • Modul 1: die pauschale Reduzierung laut Preisblatt (in Berlin und Brandenburg 2026 rund 126 bis 159 € brutto). Sie kann das Netzentgelt höchstens auf null senken.
  • Modul 2: Wärmepumpe und Wallbox laufen über einen eigenen Zähler mit 40 Prozent des normalen Arbeitspreises und ohne Netz-Grundpreis. Abgezogen werden die Mehrkosten des zweiten Zählers.
  • Modul 1 + 3: die Pauschale plus zeitvariable Arbeitspreise in den Hoch- und Niedertarif-Fenstern Ihres Netzbetreibers – geschätzt über typische Tagesprofile für Haushalt, Wärmepumpe und Wallbox.

Alle Werte sind brutto (inkl. 19 % USt.) und betreffen nur das Netzentgelt. Energiepreis, Umlagen und Stromsteuer bleiben gleich, egal welches Modul Sie wählen.

Was für Modul 2 nötig ist

Modul 2 verlangt einen separaten Zählpunkt für Wärmepumpe und Wallbox. In vielen Bestandshäusern heißt das: zusätzlicher Zählerplatz, oft im Zuge eines Zählerschrank-Umbaus. Planen Sie Wärmepumpe, Wallbox oder eine Solaranlage ohnehin neu, lässt sich das in einem Schritt erledigen – genau das übernehmen wir als Elektro-Meisterbetrieb samt Anmeldung beim Netzbetreiber.

Häufige Fragen

Was berechnet der §14a-Rechner?

Er vergleicht für Ihren Verbrauch die drei Abrechnungsvarianten nach § 14a EnWG: Modul 1 (pauschale Reduzierung), Modul 2 (60 Prozent Rabatt auf den Arbeitspreis über einen separaten Zähler) und Modul 1 mit zusätzlichem Modul 3 (zeitvariable Netzentgelte). Grundlage sind die veröffentlichten Preisblätter 2026 der Netzbetreiber in Berlin und Brandenburg. Gerechnet wird nur das Netzentgelt, denn nur dieser Teil des Strompreises ändert sich durch die Modulwahl.

Welche Netzbetreiber sind hinterlegt?

Stromnetz Berlin, E.DIS Netz, MITNETZ Strom, WEMAG Netz, die Elektroenergieversorgung Cottbus, die Netzgesellschaft Potsdam, die Netzgesellschaft Frankfurt (Oder), die Stadtwerke Brandenburg an der Havel und die Stadtwerke Schwedt. Für alle anderen Netzgebiete rechnet der Rechner mit dem Median dieser neun Netzbetreiber.

Ab wann lohnt sich Modul 2?

Modul 2 bringt pro Kilowattstunde des steuerbaren Geräts 60 Prozent Rabatt auf den Arbeitspreis des Netzentgelts, braucht aber einen separaten Zähler. Ohne Zählerkosten liegt die Schwelle gegenüber Modul 1 je nach Netzgebiet bei rund 2.500 bis 3.500 kWh im Jahr; rechnet man die Mehrkosten für den zweiten Zähler ein (typisch 80 bis 150 Euro im Jahr), eher bei 4.000 bis 6.000 kWh. Das erreichen vor allem Wärmepumpen, oft zusammen mit einer Wallbox.

Was bringt Modul 3?

Modul 3 gibt es nur zusätzlich zu Modul 1 und nur mit intelligentem Messsystem. Das Netzentgelt wird dann nach Tageszeit gestaffelt: nachts sehr günstig, in den Spitzenzeiten deutlich teurer. In Brandenburg gilt das nur im ersten und vierten Quartal. Wer Wallbox und Wärmepumpe automatisch in die günstigen Stunden verschiebt, spart zusätzlich; wer abends ungesteuert lädt, kann sogar draufzahlen. Der Rechner schätzt beides über typische Tagesprofile.

Gilt §14a auch für meinen Batteriespeicher?

Ja, Speicher mit mehr als 4,2 kW Netzbezug gelten ebenfalls als steuerbare Verbrauchseinrichtung. Weil ein Speicher aber meist mit Solarstrom geladen wird und kaum Netzstrom zieht, fällt dort der Effekt beim Netzentgelt klein aus. Der Rechner konzentriert sich deshalb auf Wärmepumpe und Wallbox.

Wie genau ist das Ergebnis?

Grundpreis, Arbeitspreis und die Werte für Modul 1 und 2 stammen direkt aus den Preisblättern 2026 und sind exakt. Die Wirkung von Modul 3 ist eine Schätzung, weil sie davon abhängt, wann Sie tatsächlich Strom verbrauchen. Maßgeblich ist immer die Abrechnung Ihres Netzbetreibers; Netzentgelte werden zum Jahreswechsel neu festgelegt.

Quellen

Preisblätter Netzentgelte 2026 der genannten Netzbetreiber (Stand Dezember 2025, Stromnetz Berlin Version 22.05.2026); Bundesnetzagentur, Festlegungen BK6-22-300 und BK8-22/010-A. Die Werte prüfen und aktualisieren wir zum Jahreswechsel.

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