Solar-Boom in Zahlen: Was sich von Mai bis Oktober 2026 verändert hat

Datengrafik: Die schnellsten und langsamsten Netzbetreiber Deutschlands bei der Prüfung neuer PV-Anlagen
Kevin Kohlmey

Kevin Kohlmey

Photovoltaik Fachmann · Mitgründer, GFK Solar

Fünf Monate sind in der Energiewende eine lange Zeit: Wir haben alle unsere Daten-Auswertungen — Solar-Karte Deutschland, Balkonkraftwerk-Karte, Amortisations-Karten und den Netzanschluss-Monitor — auf den Marktstammdaten-Stand vom 1. Oktober 2026 aktualisiert. Hier ist, was sich seit dem letzten Stand (8. Mai 2026) verändert hat — und es ist eine Menge.

Alle 30 Sekunden eine neue Solaranlage

  • 6.371.995 PV-Anlagen sind jetzt in Betrieb — 414.686 mehr als im Mai. Das ist im Schnitt eine neue Anlage alle 30 Sekunden, Tag und Nacht.
  • Die installierte Leistung wuchs um 7,9 Gigawatt auf 130,3 GWp — in fünf Monaten kam also mehr Leistung dazu, als manches Bundesland insgesamt installiert hat.
  • Die Speicherquote klettert weiter: 39,5 % aller PV-Anlagen haben inzwischen einen Speicher am selben Ort (Mai: 37,7 %) — insgesamt über 2,5 Millionen Speicher.

Balkonkraftwerke: 1,5-Millionen-Marke geknackt — und der Takt wird schneller

Als unsere Balkonkraftwerk-Auswertung im Sommer durch die Medien ging, lautete die Kernzahl: alle 73 Sekunden ein neues Gerät. Die neue Zahl: alle 65 Sekunden. Der Boom beschleunigt sich — seit Mai kamen 193.065 Balkonkraftwerke hinzu, insgesamt sind jetzt 1.520.520 registriert. Besonders bemerkenswert: Die Speicherquote bei Balkonkraftwerken sprang von 19,7 auf 23,9 % — fast jedes vierte neue Steckersolar-Gerät wird inzwischen mit Akku angemeldet. Alle Landkreis- und Städte-Rankings dazu in der Balkonkraftwerk-Karte.

Berlin und Brandenburg: solides Wachstum, Brandenburg vorn

  • Berlin: 64.286 PV-Anlagen (+5.247 seit Mai, +8,9 %) — prozentual stärker als der Bund.
  • Brandenburg: 193.157 Anlagen (+13.656, +7,6 %); bei Balkonkraftwerken sogar +15,3 % auf 54.918 Geräte.

Netzanschluss-Monitor: Berlin wird schneller, E.DIS langsamer

Unser neuer Netzanschluss-Monitor — das erste datenbasierte Ranking aller deutschen Verteilnetzbetreiber nach der Dauer der Netzbetreiberprüfung — zeigt mit den Oktober-Daten erstmals eine Entwicklung:

  • Stromnetz Berlin verbessert sich von 65 auf 56 Tage im Median (Rang 224 von 607).
  • E.DIS wird langsamer: von 76 auf 84 Tage (Rang 355) — wer in Brandenburg baut, sollte die Netzanmeldung noch früher starten. Wie das geht, steht in unserem E.DIS-Praxis-Guide.
  • Gleich zwei Brandenburger Stadtwerke stehen in den bundesweiten Flop 10: Oranienburg (289 Tage, Rang 601) und Bernau (274 Tage, Rang 598). Am anderen Ende: Stadtwerke Schwedt mit 6 Tagen auf Rang 9 — Brandenburg hat beide Extreme.
  • Bundesweit bleibt der Median stabil bei 79 Tagen; Schlusslicht ist weiterhin Verteilnetz Plauen, inzwischen bei 363 Tagen.

Alle Statistiken, frisch aktualisiert

Alle vier Auswertungen basieren auf dem amtlichen Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (Gesamtdatenexport vom 01.10.2026) und sind ab sofort auf aktuellem Stand abrufbar:

Journalisten und Blogger dürfen alle Zahlen und Grafiken mit Quellenangabe („GFK Solar, Auswertung des Marktstammdatenregisters“) frei verwenden — Detailzahlen zu einzelnen Landkreisen, Städten oder Netzbetreibern liefern wir gern auf Anfrage an info@gfk-solar.de.

Und was heißt das für Ihr Dach?

Der Zubau-Boom hat eine praktische Kehrseite: Volle Auftragsbücher bei Netzbetreibern und der EEG-Stichtag Ende 2026 machen den Zeitplan wichtiger denn je. Als Elektro-Meisterbetrieb aus Hoppegarten übernehmen wir den kompletten Prozess — ab 800 €/kWp (ohne Speicher), bezahlt erst nach Inbetriebnahme. Starten Sie mit dem Konfigurator.

Bereit für Ihre eigene Solaranlage?

Nutzen Sie unseren Konfigurator und erhalten Sie in 3 Minuten ein unverbindliches Angebot.

Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Erfahrung auf unserer Website zu bieten. Mehr erfahren